Der größte Teil dieser Produktion wird auf dem weltweit größten Zigarrenmarkt, den USA, konsumiert. Neben den Branchenriesen gibt es rund 50 bis 100 Klein- und Kleinstmanufakturen wie die Black Label Trading Company und sogenannte Chinchalers. Aufgrund des rasanten Marktwachstums investieren auch andere große Namen der Tabakwelt in das Land, wie etwa die Marke Arturo Fuente mit ihrer neuen Fabrik La Bestia, die Anfang 2026 den Betrieb aufnahm.
Typisch für nicaraguanische Zigarren ist, dass sie geschmacklich zumindest annähernd an den Geschmack der weltweit begehrten kubanischen Zigarren herankommen. Sie werden allerdings vergleichsweise selten als reine Puros (Zigarren aus nur einem einzigen Herkunftsland) angeboten. Weitaus häufiger handelt es sich um Blends (Mischungen) aus Tabaken mehrerer Länder, um eine größere geschmackliche Breite und Komplexität zu erzielen.
Zu den typischen Aromen nicaraguanischer Zigarren gehören:
Für Einsteiger empfehlen sich vor allem Zigarren, die einen hohen Anteil an Tabaken aus den Regionen Condega und Jalapa enthalten, da diese für ein sanfteres und süßlicheres Aroma sorgen. Zu den konkreten Empfehlungen gehören:
Auffällig ist dabei, dass die Spitzenplätze fast jedes Jahr von den großen nicaraguanischen Produzenten belegt werden. So gehörten in der Vergangenheit beispielsweise die My Father The Judge oder diverse Zigarren von Padron zu den Gewinnern. Diese Tabakkompositionen treffen regelmäßig den Geschmack der Fach-Tastingpanels. Ein eigenes Probieren ist jedoch unerlässlich, um sich eine persönliche Meinung zu bilden.
Obwohl Tabak aus Nicaragua im Durchschnitt eine höhere Stärke aufweist als die sonst von Davidoff häufig verwendeten dominikanischen Tabake, ist die Davidoff Nicaragua im Vergleich zu anderen Linien der Marke nicht wesentlich stärker. Das liegt an der gezielten Tabakkomposition: